Raumdatenzentren sind noch lange nicht verfügbar, und die meisten Experten wussten das bereits

Ein Wochenend-Streit zwischen Sam Altman und Elon Musk beleuchtete einen stillen Konsens unter Ingenieuren: Orbitalcomputing ist kein kurzfristiges Geschäft, egal was SpaceX' Bewertung impliziert.

AI2Day Newsdesk· 3 min read
A single large communications satellite with solar panels extended, floating above the curved blue-and-white arc of Earth's atmosphere, lit by hard sunlight aga
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Wichtige Punkte

  • Sam Altman beschuldigte Elon Musk öffentlich, institutionelle Investoren bezüglich des Zeitplans für weltraumgestützte Datenzentren in die Irre zu führen.
  • SpaceX' Plan, KI-Rechenaufgaben von Satelliten in der Umlaufbahn durchzuführen, ist ein wesentlicher Faktor hinter der ungefähren zwei-Billionen-Dollar-Bewertung des Unternehmens.
  • Ingenieure, konkurrierende Raumfahrt-Start-up-Gründer und Googles eigenes Orbitalcompute-Team sagen, dass die Wirtschaftlichkeit noch nicht gegeben ist.
  • SpaceX gestand während seiner IPO-Roadshow ein, dass die Starship-Rakete möglicherweise kurzfristig nicht vollständig wiederverwendbar ist.
  • Experten sehen tragfähiges, großflächiges Orbitalcomputing frühestens in den 2030er Jahren.

Sam Altman, Geschäftsführer von OpenAI, und Elon Musk tauschten sich Teil des letzten Wochenendes in sozialen Medien Beleidigungen aus. Der Austausch war kleinlich, aber eine Aussage von Altman hatte echtes Gewicht. Als Reaktion auf Musks Vorwurf, ein Betrüger zu sein, schrieb Altman, dass Musk „institutionelle Investoren zu kurzfristigen Weltraum-Datenzentern" täuschte. Ohne den Ton berücksichtigen zu müssen, sagte Altman etwas, zu dem eine breite Gruppe von Ingenieuren und Unternehmern monatelang zu stillschweigend gekommen ist.

Raumdatenzentren kommen nicht bald.

Die Idee ist einfach: Bringen Sie leistungsstarke Computerhardware auf Satelliten und nutzen Sie sie, um KI-Inferenz-Aufgaben (der Schritt, in dem ein trainiertes KI-Modell tatsächlich Ihre Frage beantwortet oder ein Bild generiert) aus der Umlaufbahn auszuführen. SpaceX hat dies zu einem Schwerpunkt seines Investorenpitchs gemacht. Optimistische Analysten weisen auf das Potenzial hin, dass SpaceX seine eigenen SpaceXAI-Modelle aus der Umlaufbahn betreiben kann oder diese Rechenkapazität an externe Unternehmen vermietet – ähnlich wie Amazon und Microsoft heute Cloud-Server vermieteten. Diese Prognosen sind ein wesentlicher Teil der Begründung hinter SpaceX' ungefährer zwei-Billionen-Dollar-Bewertung.

Das Problem sind die Zahlen.

TechCrunch AI berichtete, dass als Journalisten mit den Unternehmern hinter konkurrierenden Weltraum-Datenzentrum-Start-ups, dem Google-Team, das an seinem eigenen Orbitalcompute-Projekt arbeitet, und unabhängigen Ingenieuren sprachen, die die Berechnungen selbst durchführten, alle zum gleichen Ergebnis kamen. Um dies im Großmaßstab funktionieren zu lassen, werden zwei Dinge benötigt, die noch nicht existieren: Raketen, die günstig genug sind, um Hardware in großen Mengen zu starten, und leistungsstarke Satelliten, die schnell und erschwinglich hergestellt werden können.

SpaceX' Antwort auf beide Probleme ist Starship, seine enorme Rakete der nächsten Generation. Starship ist für seinen dreizehnten Testflug frühestens am 16. Juli 2026 geplant. Wenn das Unternehmen sowohl die Antriebsstufe als auch die obere Stufe zurückgewinnen kann, verbessert sich die Kostensituation.

Aber SpaceX selbst sagte Investoren während seiner IPO-Roadshow, dass Starship kurzfristig möglicherweise nicht vollständig wiederverwendbar sein könnte. Das bedeutet, dass die obere Stufe bei vielen Starts weggeworfen wird, was kostengünstiges, massenproduziertes Orbitalcomputing praktisch unmöglich macht.

Musk antwortete auf die Kritik, indem er sagte, SpaceX würde „sie nächstes Jahr starten". Ein Demonstrationssatellit mit Datenverarbeitungsausstattung nächstes Jahr in den Betrieb zu nehmen, ist plausibel. Sie in der für kommerzielle Zwecke erforderlichen Menge zu starten und herzustellen, ist eine ganz andere Frage, und die ehrliche Antwort deutet auf die 2030er Jahre hin.

Sollten sich Investoren Sorgen machen?

Jeder, der SpaceX-Anteile über Sekundärmärkte hält, sollte verstehen, dass ein großer Teil der aktuellen Bewertung des Unternehmens auf einem Geschäft basiert, das die meisten technischen Experten noch eine Dekade von der Reife entfernt sehen. Das bedeutet nicht, dass SpaceX scheitert. Sein Starlink-Breitband-Satellitennetz generiert bereits echte Einnahmen, und NASA-Startverträge bieten einen stabilen Bestandteil. Aber die Orbitalcloud-Computing-Geschichte, die eine zwei-Billionen-Dollar-Bewertung rechtfertigt, ist vorerst eher Aspiration als Zeitplan.

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