OpenAI-Forscher verlässt Unternehmen, um KI-Wirkstoffentdeckungs-Startup zu gründen und sucht $200M bei $2B Bewertung
Miles Wang, der erforscht hat, wie KI die Wissenschaft beschleunigen kann, verlässt OpenAI Berichten zufolge, um ein Unternehmen zu gründen, das sich auf die schnellere Entwicklung neuer Medikamente konzentriert.

Wichtigste Punkte
- Miles Wang, ein OpenAI-Forscher, verlässt das Unternehmen, um ein Wirkstoffentdeckungs-Startup zu gründen, wie vier mit seinen Plänen vertraute Quellen berichten.
- Das Startup führt Gespräche über die Aufbringung von etwa $200 Millionen bei einer Bewertung von $2 Milliarden, obwohl Wang diese spezifischen Zahlen angefochten hat.
- Die Venturekapital-Firma Lightspeed führt Berichten zufolge Gespräche über die Leitung der Finanzierungsrunde.
- Das Unternehmen könnte sich darauf konzentrieren, neue Anwendungen für bereits existierende oder klinisch gescheiterte Medikamente zu finden, wie zwei Quellen berichten.
- Wang kam 2024 zu OpenAI, nachdem er Harvard verlassen hatte, wo er Informatik studierte.
Miles Wang kam 2024 zu OpenAI direkt von der Harvard, wo er Informatik studiert hatte. In den vergangenen zwei Jahren war er Co-Autor von Forschungsarbeiten darüber, wie KI-Modelle, die Technologie hinter Tools wie ChatGPT, die wissenschaftliche Entdeckung beschleunigen können. Jetzt, wie zunächst von TechCrunch AI berichtet, verlässt er das Unternehmen, um etwas Eigenes aufzubauen.
Wang führt Gespräche über die Aufbringung von etwa $200 Millionen bei einer Bewertung von $2 Milliarden für ein neues Startup, das sich auf KI-gestützte Wirkstoffentdeckung konzentriert. Die Venturekapital-Firma Lightspeed führt Berichten zufolge Gespräche über die Leitung der Runde. Wang bestritt die berichteten Finanzierungszahlen und die Beschreibung des Unternehmens, gab jedoch keine Richtigstellungen ab. Lightspeed äußerte sich nicht. Gespräche sind noch im Gange und Details könnten sich ändern.
Mehrere weitere OpenAI-Forscher sollen das neue Unternehmen unterstützen.
Das Startup könnte sich auf einen spezifischen, praktischen Bereich der Wirkstoffentwicklung konzentrieren: das Finden neuer Anwendungen für Medikamente, die bereits existieren oder frühere klinische Studien nicht bestanden haben. Dieser Ansatz ist wichtig, weil von der FDA bereits zugelassene Medikamente – der United States Food and Drug Administration, die die Arzneimittelsicherheit überwacht – Sicherheitstests bestanden haben. Das Überspringen dieser Phase kann Jahre vom Weg zu Patienten und Einnahmen einsparen.
Für normale Menschen könnte das letztendlich einen schnelleren Zugang zu Behandlungen bedeuten, besonders für Erkrankungen, bei denen die Wirkstoff-Pipeline begrenzt ist.
Die Finanzierungsgespräche fallen in einen überfüllten, gut finanzierten Moment für das Gebiet. Chai Discovery, ein Startup, das KI nutzt, um vorherzusagen, wie Moleküle interagieren, damit Forscher neue Wirkstoffkandidaten identifizieren können, kündigte am Dienstag an, dass es $400 Millionen bei einer Bewertung von $3,8 Milliarden aufgebracht hat. Co-Gründer Josh Meier kam ebenfalls von OpenAI. Andererseits sammelte Isomorphic Labs, das von Google DeepMind, dem KI-Forschungsarm von Alphabet, ausgegliedert wurde, im Mai 2026 eine Series-B-Finanzierungsrunde in Höhe von $2,1 Milliarden ein.
Investoren sind offenbar bereit, große Summen darauf zu verwetten, dass KI den Wirkstoffentdeckungsprozess, der traditionell über ein Jahrzehnt dauert und Milliarden kostet, wirklich verkürzen kann.
Was bedeutet das für Patienten?
In der Apotheke ändert sich morgen nichts. Wirkstoffentdeckung, auch wenn KI die frühe Forschung beschleunigt, erfordert immer noch Jahre klinischer Studien, bevor eine neue Behandlung zu Menschen gelangt. Was KI-Tools tun können, ist die Liste vielversprechender Kandidaten schneller einzugrenzen und die Zeit und Kosten zu reduzieren, die Forscher für Sackgassen aufwenden. Wenn der Ansatz im großen Maßstab funktioniert, könnten Patienten mit seltenen oder vernachlässigten Erkrankungen schneller mehr Optionen sehen, als das derzeitige System zulässt.



