TikTok unter britischer Untersuchung wegen mangelndem Schutz von Kindern online

Britanniens Medienregulator hat eine formale Untersuchung eingeleitet, um zu prüfen, ob TikToks Altersüberprüfungen ausreichend sind, um Kinder von Inhalten über Selbstverletzung, Suizid und Pornografie abzuhalten.

AI2Day Newsdesk· 3 min read
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Wichtige Punkte

  • Ofcom, Britanniens offizieller Medien- und Kommunikationsregulator, leitete 2025 eine formale Untersuchung gegen TikTok ein.
  • Die Untersuchung konzentriert sich darauf, ob TikToks Altersverifikation, das System zur Überprüfung des Alters von Nutzern, funktioniert.
  • Ofcom hat „besondere Bedenken", dass Kinder auf der Plattform auf Inhalte über Selbstverletzung, Suizid und Pornografie zugreifen können.
  • Die Untersuchung erfolgt knapp ein Jahr, nachdem der Online Safety Act, ein britisches Gesetz, das Plattformen verpflichtet, Kinder vor schädlichen Inhalten zu schützen, in Kraft trat.

Britanniens Medienregulator Ofcom hat eine formale Untersuchung gegen TikTok eingeleitet, da befürchtet wird, dass die Plattform nicht genug tut, um Kinder vor schädlichen Inhalten zu schützen.

Das Kernproblem ist die Altersverifikation: die Überprüfungen, die TikTok durchführt, um festzustellen, ob ein Nutzer ein Kind oder ein Erwachsener ist. Ofcom ist der Ansicht, dass diese Überprüfungen möglicherweise zu schwach sind und jüngere Nutzer Beiträgen über Selbstverletzung, Suizid und explizite sexuelle Inhalte aussetzen.

Die Untersuchung wurde zuerst von The Guardian berichtet.

Warum ist dies für Eltern wichtig?

Dies bedeutet, dass Regulatoren nicht zufrieden sind, dass TikTok die bereits bestehenden Regeln befolgt. Wenn Ihr Kind TikTok nutzt, könnte es Inhalte sehen, die das Gesetz ausdrücklich blockieren sollte.

Der Online Safety Act, ein britisches Gesetz, das verabschiedet wurde, um Sozialmedienunternehmen dazu zu verpflichten, Kinder vor den schlimmsten Inhalten im Netz zu schützen, ist seit knapp einem Jahr in Kraft. Ofcom ist die Behörde, die dafür verantwortlich ist, sicherzustellen, dass Plattformen es tatsächlich befolgen. Eine formale Untersuchung ist ein ernsthafter Schritt: Sie kann mit Geldstrafen oder anderen rechtlichen Konsequenzen für TikTok enden, wenn der Regulator feststellt, dass das Unternehmen gegen die Regeln verstoßen hat.

Die Altersverifikation ist der Streitpunkt. TikTok fordert Nutzer, wie die meisten Plattformen, beim Anmelden auf, ein Geburtsdatum einzugeben. Kritiker argumentieren schon lange, dass ein Kind einfach ein falsches Datum eingeben und vollständigen Zugriff erlangen kann. Stärkere Überprüfungen, wie die Anforderung eines Passfoto-Scans oder einer Bankkarte, existieren, aber TikTok hat sie nicht zur Standard gemacht.

Der Regulator hat noch keine Entscheidung getroffen. Eine Untersuchung bedeutet, dass Ofcom formell Beweise sammelt, was Monate dauern kann. TikTok hat die Gelegenheit, zu antworten.

Für Eltern sind die praktischen Schritte im Moment einfach. TikTok bietet eine „Familienverbindung" an, mit der ein Erwachsenenkonto mit dem Konto eines Kindes verknüpft und Inhaltsbeschränkungen festgelegt werden können. Das Aktivieren dieser Verbindung und das Überprüfen, welche Inhaltskategorien eingeschränkt sind, ist die direkteste verfügbare Maßnahme, während die Untersuchung läuft.

Das größere Bild ist, dass Regulatoren in Europa und Nordamerika ihren Griff auf die Handhabung jüngerer Nutzer durch Plattformen verschärfen. Diese britische Untersuchung ist einer der schärfsten Schritte bisher, da sie auf den Mechanismus selbst abzielt – die Altersüberprüfung – auf den sich Plattformen stützen, um nachzuweisen, dass sie Kinder schützen.

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