SpaceX-Aktie fällt unter IPO-Preis kurz nach Börsengang

Die Aktien des Unternehmens fielen am Mittwoch unter 135 Dollar, und ein Starship-Raketentest am Donnerstag könnte sie in beide Richtungen weiter bewegen.

AI2Day Newsdesk· 3 min read
A large silver rocket standing on a launch pad at dusk, surrounded by steam venting from the base, vast open sky behind it, photoreal news-editorial style, 16:9
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Wichtigste Punkte

  • SpaceX-Aktien fielen am Mittwoch unter 135 Dollar und rutschten bis auf 133 Dollar ab, bevor sie sich wieder um den IPO-Preis erholten.
  • SpaceX sammelte beim Börsengang an der Nasdaq am 12. Juni 2025 knapp 86 Milliarden Dollar ein.
  • Die Aktie stieg kurz nach dem IPO über 200 Dollar, verliert aber seitdem fast jede Woche an Wert.
  • Nur 4% der Gesamtaktien von SpaceX sind derzeit handelbar, was zu starken Preisschwankungen führt.
  • Sowohl Anthropic als auch OpenAI haben vertraulich Unterlagen für ihre eigenen IPOs eingereicht, und Investoren beobachten SpaceX genau als Orientierungshilfe.

SpaceX hatte eines der meistbeachteten Börsendebüts der letzten Jahre. Die Aktien von Elon Musks Raketenunternehmen wurden am 12. Juni 2025 zu je 135 Dollar zum Verkauf angeboten, das Unternehmen sammelte knapp 86 Milliarden Dollar ein, und wenige Tage später schoss die Aktie über 200 Dollar. Für einen kurzen Moment war SpaceX mit Tech-Giganten wie Amazon und Microsoft gleichwertig bewertet.

Dieser Glanz ist schnell verblasst.

Am Mittwoch rutschte die Aktie unter den ursprünglichen IPO-Preis von 135 Dollar, zu dem frühe Käufer eingestiegen waren. Sie fiel bis auf 133 Dollar ab, bevor sie zurückprallte. Ein solcher Rutsch, nur einen Monat nach dem Börsengang, macht Investoren nervös.

Ein Teil der Volatilität ist auf eine Besonderheit des SpaceX-Börsengangs zurückzuführen. Nur 4% der Gesamtaktien des Unternehmens sind tatsächlich zum täglichen Kauf und Verkauf an der Nasdaq verfügbar. Dies wird als „Float" bezeichnet, also der Anteil der Aktien im freien Umlauf. Ein kleiner Float bedeutet, dass selbst bescheidene Nachfrageverschiebungen zu wilden Preisschwankungen führen können. Addiert man die ständige Medienaufmerksamkeit auf Musk und sein Unternehmen hinzu, ergibt sich ein volatiler erster Monat.

Auch breiter angelegte Sorgen um Tech-Aktien spielen eine Rolle, wie zuerst von TechCrunch berichtet wurde. Nicht nur der Aktienkurs steht unter Druck: Auch Anleihen, die SpaceX um die Zeit des IPO ausgegeben hat, verlieren an Wert, was darauf hindeutet, dass Investoren grundsätzlich weniger begeistert von den kurzfristigen Versprechungen des Unternehmens sind.

Diese Versprechungen sind gewaltig. Musk hat offen darüber gesprochen, den Mars zu besiedeln und den globalen Internetzugang durch Starlink-Satelliten umzugestalten. Große Visionen sind faszinierend, aber Märkte wollen letztendlich Fortschritte sehen.

Der Donnerstag bietet SpaceX eine konkrete Gelegenheit dazu. Das Unternehmen plant einen Teststart seiner Starship-Rakete, des riesigen zweistufigen Fahrzeugs, das es für Tiefraummissionen entwickelt. Dies wird der erste Starship-Flug nach einem Boosterausfall im Mai sein. SpaceX baut Raketen wie ein Koch Rezepte testet: Starten, sehen was bricht, reparieren, wiederholen. Das bedeutet, dass Ausfälle erwartet werden und in den Prozess eingebaut sind.

Wichtig ist: SpaceX plant nicht, den Booster oder die Oberstufe beim Flug am Donnerstag wiederherzustellen. Beide werden bewusst im Golf von Mexiko in einer kontrollierten Explosion ins Wasser stürzen, selbst wenn der Flug perfekt läuft. Erwartet Sie also in jedem Fall dramatisches Videomaterial.

Warum sollte sich außerhalb von SpaceX jemand dafür interessieren?

Weil die Aktienkursentwicklung von SpaceX nun ein Barometer für die nächste Welle großer Tech-IPOs ist. Sowohl Anthropic, das Unternehmen hinter dem Claude-KI-Assistenten, als auch OpenAI, der Hersteller von ChatGPT, haben stillschweigend Unterlagen zum Börsengang eingereicht. Keiner hat ein Datum genannt, aber beide beobachten SpaceX-Aktien wie ein Surfer die Wellen, bevor er ins Wasser paddelt. Ein anhaltender Kursrückgang könnte die Begeisterung für diese Angebote dämpfen und beeinflussen, wie viel Geld diese KI-Unternehmen aufbringen und wofür sie es verwenden.

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