EU zwingt Google zur Öffnung seines Digitalen Werkzeugkastens

Google muss Suchdaten mit Konkurrenten teilen und KI-Assistenten von Drittanbietern auf Android ermöglichen, fordert die EU.

AI2Day Newsdesk· 3 min read
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Wichtigste Punkte

  • Die Europäische Kommission gab am Donnerstag bekannt, dass Google Suchdaten mit Konkurrenten teilen muss.
  • KI-Assistenten von Drittanbietern erhalten ab Juli 2027 mehr Zugriff auf Android.
  • Google hat bis Januar 2027 Zeit, um die Regeln zur Weitergabe von Suchdaten einzuhalten.
  • Die EU zielt darauf ab, für kleinere Unternehmen auf dem KI- und Suchmarkt faire Bedingungen zu schaffen.

Falls Sie schon immer das Gefühl hatten, dass Google alle Suchschätze für sich alleine behält, stimmt die Europäische Kommission (EK) Ihnen zu. Am Donnerstag entschied die EK, dass Google seine Suchdaten mit anderen Suchmaschinen teilen und KI-Assistenten auf Android-Telefonen mehr Freiheit gewähren muss. Ein Schritt, um kleineren Unternehmen eine faire Chance zu geben. Wie zunächst von The Register AI berichtet, zielt diese Entscheidung nicht darauf ab, Google für Regelbruch zu bestrafen. Vielmehr soll sichergestellt werden, dass Google als Unternehmen, das groß genug ist, um den Marktzugang zu kontrollieren, fair spielt und teilt.

Googles Android-Telefone bevorzugen derzeit seinen eigenen KI-Assistenten Gemini. Aber ab Juli 2027 erhalten KI-Assistenten von Drittanbietern mehr Spielraum. Sie können dann Dinge wie Sprachaktivierung und die Ausführung von Aktionen in Apps übernehmen, genau wie Gemini. Google ist davon nicht begeistert und argumentiert, dass dies Sicherheitsrisiken birgt.

Die EK verspricht jedoch, dass Kontrollen eingebaut werden. Google kann den Zugriff auf KI von Drittanbietern auf solche begrenzen, die ihre Datenschutz- und Sicherheitsstandards erfüllen. Ihr Telefon wird also nicht in einen Wilden Westen unerwünschter KI verwandelt.

Bei der Suche muss Google ab Januar 2027 anfangen, seine Schatzkammer an Suchdaten zu teilen. Die EK möchte, dass andere Suchmaschinen Googles Daten nutzen, um ihre Dienste zu verbessern. Dies umfasst auch das Teilen von Daten mit KI-Chatbots, um deren Leistung zu verbessern. Googles Bedenken? Das Unternehmen befürchtet, dass private Suchdaten bei unbekannten Unternehmen landen könnten und dass dies wie das Öffnen der Büchse der Pandora für Datenschutzprobleme sein könnte.

Die EK hat auch daran gedacht. Sie werden verlangen, dass geteilte Daten anonymisiert werden, was bedeutet, dass persönliche Informationen wie Benutzernamen, Passwörter oder Bankdaten entfernt werden. Google hat das letzte Wort darüber, was geteilt wird, und kann vor der Übergabe von Informationen auf Cybersicherheitsrisiken prüfen.

Google hat Zeit, sich an diese Änderungen zu gewöhnen. Die Entscheidung der EK wird alle zwei Jahre überprüft, um zu sehen, wie sie sich in der Praxis auswirkt.

Was kommt als Nächstes?

Google tritt nun in eine Phase ein, in der es sich auf die Einhaltung der neuen Regeln bis 2027 vorbereiten muss. Das bedeutet, dass das Unternehmen seine Suchdaten offenlegen und Android für andere KI-Assistenten zugänglicher gestalten muss. Falls Sie ein Google-Nutzer sind, rechnen Sie mit einigen Änderungen bei der Handhabung Ihrer Daten und der Wahl des KI-Assistenten auf Ihrem Telefon.

Es könnte ein holpriger Weg sein, aber das Ziel ist mehr Auswahl und Wettbewerb, was langfristig bessere Dienste für uns alle bedeuten könnte.

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