Südaustralien startet eine königliche Untersuchung zur KI und möchte die Tech-Giganten einbeziehen

Premierminister Peter Malinauskas gibt 3 Millionen Dollar aus, um herauszufinden, wie künstliche Intelligenz reguliert werden sollte, bevor die Technologie die zu ihrer Kontrolle bestimmten Regeln überflügelt.

AI2Day Newsdesk3 min read
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Wichtigste Punkte

  • Südaustralien wird am 1. Oktober 2025 eine königliche Untersuchung zur künstlichen Intelligenz einleiten, mit einem Abschlussbericht bis 1. Juli 2026.
  • Premierminister Peter Malinauskas schätzt, dass die Untersuchung etwa 3 Millionen Dollar kostet und drei Kommissare umfasst, die durch eine internationale Suche ausgewählt werden.
  • Die Kommission wird die Auswirkungen der KI auf Bildung, Gesundheit, öffentliche Dienste, Arbeit und das Stromnetz untersuchen, aber keine Datenzentren abdecken.
  • Malinauskas traf sich mit Vertretern von OpenAI, Anthropic und Apple während einer kürzlichen Reise in die USA, bevor er die Untersuchung ankündigte.
  • Der Chefwissenschaftler des UNSW AI Institute, Toby Walsh, begrüßte den Schritt und sagte, dass er die Bundesregierung zu schnellerem Handeln bei der KI-Politik bewegen könnte.

Südaustralien startet, wie man annimmt, eine beispiellose staatliche Untersuchung zur künstlichen Intelligenz. Premierminister Peter Malinauskas kündigte die königliche Untersuchung an, eine formale unabhängige Untersuchung mit der Befugnis, Beweise zu erzwingen und verbindliche Empfehlungen abzugeben, und sagte, dass unkontrollierte KI ein „wesentliches Risiko für die Art und Weise, wie die Gesellschaft funktioniert" darstellt.

Die Kommission beginnt am 1. Oktober und muss ihren Bericht bis 1. Juli 2026 der Regierung vorlegen. Drei Kommissare werden nach einer internationalen Suche ernannt, wobei die Aufträge in den nächsten vier bis sechs Wochen veröffentlicht werden.

Was wird sie tatsächlich untersuchen?

Die Untersuchung wird analysieren, wie KI Schulen, Krankenhäuser, öffentliche Dienste, Kreativindustrien und den Arbeitsmarkt beeinflusst. Sie wird Datenzentren nicht untersuchen – jene großflächigen Lagerhallen voller Computer, die KI-Unternehmen zum Betrieb ihrer Systeme benötigen – da der Premierminister den Fokus auf die Auswirkungen der KI auf Menschen legen möchte, nicht auf die physische Infrastruktur dahinter.

Malinauskas war deutlich bezüglich der Frage nach Arbeitsplätzen. „Wenn wir das nicht richtig machen, könnten wir sehr erhebliche Veränderungen in der Arbeitsweise der Menschen und einen schnelleren Rückgang der Nachfrage in einigen Bereichen des Arbeitsmarktes sehen", sagte er. Für Arbeitnehmer in Bereichen wie Verwaltung, Kreativproduktion oder Kundenservice ist das ein Satz, der zweimal gelesen werden sollte.

Die Untersuchung wird Aussagen von Unternehmen, Gewerkschaften, Technologieunternehmen und Akademikern anhören. Malinauskas möchte speziell, dass KI-Unternehmen teilnehmen, und sagte, dass er sich während einer kürzlichen Reise in die Vereinigten Staaten mit Vertretern von OpenAI, Anthropic und Apple traf.

Warum ausgerechnet Südaustralien?

Australien hat derzeit keinen einheitlichen nationalen Ansatz zur KI-Regulierung. Einige Bundesstaaten haben Tools wie ChatGPT, einen conversational AI-Assistent von OpenAI, in Schulen vollständig verboten. Südaustralien hat dies nicht getan, und Malinauskas sagt, dass er einen überlegteren Rahmen möchte, anstatt eines pauschalen Verbots.

Die Bundesregierung kündigte kürzlich ihren eigenen KI-Politikrahmen an, und Toby Walsh, Chefwissenschaftler des UNSW AI Institute, sagte gegenüber Reportern, zuerst berichtet von Hacker News, dass die Untersuchung des Bundesstaates diese Arbeit ergänzen und Canberra zum schnelleren Handeln bewegen könnte.

„Es gibt keinen Präzedenzfall in der Menschheitsgeschichte für eine neue Form der Intelligenz, die in der Lage ist, die Fähigkeiten von Menschen zu erreichen und bald zu übertreffen", sagte Malinauskas.

3 Millionen Dollar klingen nach viel Geld. Der Premierminister ist anderer Meinung. Er nannte es „Kleingeld" im Vergleich zu den Kosten, wenn die KI-Politik auf gesellschaftlicher Ebene falsch läuft, und die Logik ist schwer zu kritisieren.

Häufig gestellte Fragen

Beeinflusst dies, wie ich KI-Tools in Südaustralien jetzt nutzen kann?

Nein. Die Kommission ist eine Untersuchung, kein Verbot. Bestehende Tools bleiben während der Überprüfung verfügbar, Einschränkungen sind erst nach Abgabe und Annahme von Empfehlungen möglich.

Wird diese Kommission die Dinge auf nationaler Ebene verändern?

Möglicherweise. Malinauskas sagte ausdrücklich, dass er hofft, dass andere Bundes- und Landesregierungen den Empfehlungen folgen, und Walsh deutete an, dass dies das Handeln des Bundes bei der KI-Regulierung beschleunigen könnte.

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