OpenAIs erstes Hardware-Produkt ist ein 230-Dollar-Button-Pad für sein KI-Coding-Tool

Das Codex Micro bringt physische Kontrollen auf Ihren Schreibtisch, um KI-gesteuerte Coding-Aufgaben zu verwalten. Es ist nicht das geheime Jony-Ive-Gerät, auf das alle gewartet haben.

AI2Day Newsdesk· 3 min read
Close-up, 16:9, photoreal news-editorial photograph of a compact square mechanical keyboard pad with frosted translucent keys glowing in multiple colours, green
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Wichtige Punkte

  • OpenAI und der Tastaturhersteller Work Louder haben ein physisches Kontrollpad namens Codex Micro 2025 für 230 Dollar auf den Markt gebracht.
  • Das Gerät wurde für OpenAI Codex entwickelt, einen KI-gestützten Coding-Assistenten, der Code im Namen des Benutzers schreiben, bearbeiten und ausführen kann.
  • Sechs matte Tasten auf dem Pad wechseln die Farbe, um anzuzeigen, ob eine KI-Coding-Aufgabe läuft, abgeschlossen ist, Feedback benötigt oder auf einen Fehler gestoßen ist.
  • Das Codex Micro ist eine limitierte Auflage ohne bestätigte Stückzahl.
  • Dieses Produkt ist unabhängig von OpenAIs größerem, noch geheimem Hardware-Projekt mit dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive.

OpenAI hat gerade sein erstes physisches Produkt veröffentlicht, und es ist kleiner und seltsamer als die meisten Menschen erwartet haben.

Das Unternehmen hat sich mit dem Tastaturhersteller Work Louder zusammengetan, um das Codex Micro zu produzieren, einen quadratischen Block mit mechanischen Tasten, einem Joystick, einem Drehregler und einem Berührungssensor. Es wird über Supply Co für 230 Dollar verkauft, solange der Bestand reicht.

Das Pad wurde für Personen entwickelt, die OpenAI Codex nutzen, einen KI-Coding-Assistenten, eine Software, die automatisch Code schreiben, testen und korrigieren kann, ohne dass der Benutzer jede Zeile selbst tippen muss. Codex kann mehrere Aufgaben gleichzeitig ausführen, sogenannte „Threads", und die Übersicht über sie alle in einem Browser-Fenster wird schnell unübersichtlich.

Das ist das Problem, das das Codex Micro zu lösen versucht.

Sechs seiner matten Tasten dienen als Live-Status-Board. Jede Taste leuchtet je nach Aktion der KI in einer anderen Farbe: Grün für abgeschlossen, Bernstein für Warten auf Ihr Feedback, Blau für noch laufend, Rot für einen Fehler. Ein Blick auf Ihren Schreibtisch zeigt Ihnen, wie es um die Dinge steht.

Die restlichen Tasten können für häufige Aktionen konfiguriert werden. Push-to-Talk. Akzeptieren oder ablehnen einer vom KI-System vorgeschlagenen Änderung. Nachricht senden. Der Joystick startet voreingestellte Arbeitsabläufe, und der Drehregler passt das an, was Work-Louder-Mitgründer Mike Di Genova „Reasoning Level" nennt – also wie tiefgründig die KI ein Problem durchdenkt, bevor sie antwortet. Alles kann über die ChatGPT-Desktop-App konfiguriert werden.

Das Design spiegelt genau das bestehende Creator Micro 2 Pad von Work Louder wider, und Marketing-Fotos zeigen ein anscheinend identisches 13-Schalter-Layout. Work Louder baute 2023 ein ähnliches Pad für das Design-Tool Figma, wie erste von The Verge AI berichtet wurde.

Wer würde das tatsächlich kaufen?

Professionelle Softwareentwickler, die stundenlang täglich in Codex verbringen, sind das klare Ziel. Für sie ist es wirklich mühsam, die Aufmerksamkeit zwischen einem Code-Editor, einem Chat-Fenster und mehreren parallel laufenden KI-Aufgaben zu wechseln. Ein physisches Board, das den Task-Status auf einen Blick anzeigt – wie ein Pilot Instrumenten-Anzeigen abliest, ohne seinen Blick von der Landebahn abzuwenden – könnte echte Zeit sparen und Fehler reduzieren.

Für alle anderen ist 230 Dollar eine hohe Summe für ein spezialisiertes Zubehör, das an eine Plattform gebunden ist.

OpenAI hat nicht angegeben, wie viele Einheiten es gibt, daher sollten interessierte Käufer schnell zugreifen, wenn sie eine haben möchten.

Abschließend noch eine Anmerkung, was dies nicht ist. OpenAI entwickelt separat ein Consumer-Hardware-Gerät mit dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive. Berichten zufolge wird es eine Art intelligenter Lautsprecher zum Sprechen mit ChatGPT sein, mit möglichem Start im nächsten Jahr. Das Projekt ist derzeit in einen Rechtsstreit verwickelt: Apple hat diese Woche eine Klage eingereicht, in der es behauptet, OpenAI habe sich unangemessen Hardware-Betriebsgeheimnisse angeeignet – ein Vorwurf, den OpenAI als unbegründet bezeichnet. Das Codex Micro ist unabhängig von diesem Gerät.

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