Microsoft zieht seinen animierten Blob Mico aus dem Copilot-Sprachmodus
Der gelbe animierte Charakter, der vor weniger als einem Jahr eingeführt wurde, um dem Chatbot ein Gesicht zu geben, wird stillschweigend auf eine Lernplattform verlegt.

Wichtigste Punkte
- Microsoft entfernt Mico, einen animierten gelben Blob, der während Copilot-Sprachkonversationen erschien, Mitte 2026 aus dem Sprachmodus des Chatbots.
- Mico wurde im Oktober 2025 gestartet, weniger als ein Jahr vor seiner Entfernung aus dem Hauptprodukt.
- Microsoft verlegt Mico auf seine Learn Live-Plattform, einen Online-Lernservice.
- Die Änderung ist an Microsofts Plan gebunden, seine Copilot- und Microsoft 365 Copilot-Apps zu einer zu verschmelzen.
- Jacob Andreou leitet Copilot nun nach einer internen Umstrukturierung; Mustafa Suleyman, der Mico verfechtet hat, konzentriert sich auf die Entwicklung neuer KI-Modelle.
Mico war nie selbst ein Chatbot. Es war eine kleine, ausdrucksstarke gelbe Form, die auf dem Bildschirm hüpfte und reagierte, während Sie mit Microsoft Copilot sprachen, dem KI-Assistenten des Unternehmens. Die Idee, wie Microsoft-KI-Chef Mustafa Suleyman bei der Einführung von Mico im Oktober pitchte, war es, dem Chatbot eine „Identität" zu geben, etwas Freundliches zum Anschauen, während eine Stimme zu Ihnen sprach.
Jetzt, weniger als ein Jahr später, wird Mico verschwunden sein.
Microsoft bestätigte auf einer Support-Seite, dass es Mico aus dem Sprachmodus von Copilot „in Wellen" entfernt, was bedeutet, dass verschiedene Benutzer den Charakter in den kommenden Wochen zu unterschiedlichen Zeitpunkten verlieren werden. Der erste Bericht vom Verge AI zieht Mico auf Microsofts Learn Live-Plattform, einen Service für Online-Lernen und Schulungen, wo das Unternehmen sagt, dass der Avatar mehr zu reagieren haben wird.
Was bedeutet das für Copilot-Benutzer?
Nichts ändert sich daran, wie Copilot tatsächlich funktioniert. Der Sprachmodus läuft weiter; Sie sehen einfach kein animiertes Gesicht, das auf das reagiert, was Sie sagen.
Für die meisten Benutzer ist das eine kleine kosmetische Änderung. Die Antworten von Copilot, seine Nützlichkeit, seine Stimme – nichts davon ändert sich. Der Bildschirm während eines Sprachgesprächs sieht nur etwas leerer aus.
Warum macht Microsoft das?
Zwei Dinge passieren gleichzeitig innerhalb von Microsoft. Erstens führt das Unternehmen seine eigenständige Copilot-App mit Microsoft 365 Copilot zusammen, der in Word, Excel und anderen Office-Tools integrierten Version. Die Bereinigung der Benutzeroberfläche ist Teil dieser Konsolidierung.
Zweitens gab es einen Führungswechsel. Suleyman, der Führungskraft, die Mico als Gesicht von Copilot einführte, konzentriert sich nun auf die Entwicklung neuer KI-Modelle, anstatt das Copilot-Produkt zu leiten. Jacob Andreou hat die Verantwortung für Copilot im täglichen Betrieb übernommen.
Microsofts eigenes Abschiedswort hat einen wärmeren Ton als eine typische Produkteinstellung. „Mico hat uns geholfen, mehr über Wärme, Ausdruckskraft und die Art zu lernen, wie Menschen mit KI kommunizieren möchten", liest man auf der Support-Seite. „Diese Erkenntnisse prägen Copilot in Zukunft."
Diese Rahmung stellt Mico neben eine lange Reihe von virtuellen Microsoft-Charakteren, die einen Zweck erfüllten und dann beiseite traten: Clippy, der Büroklammer-Assistent aus den 1990ern; Cortana, der Sprachassistent, der 2023 eingestellt wurde; und Rover, das Hund-Maskottchen aus älteren Windows-Suchtools.
Achten Sie auf: Wenn Sie den Copilot-Sprachmodus regelmäßig nutzen, erwarten Sie die Änderung ohne Vorwarnung während eines Produktupdates. Es ist keine Aktion Ihrerseits erforderlich.



