Flock Safetys AI-Kameras geraten unter Beschuss – nicht nur wegen Überwachung. Jetzt sagen Kritiker, sie verursachen Unfälle.

Die Nummernschildleser-Kameras, die Polizeibehörden in den USA zur Fahrzeugiverfolgung nutzen, könnten laut Sicherheitsexperten auch physische Gefahren für Fahrer darstellen.

AI2Day Newsdesk3 min read
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Wichtigste Punkte

  • Flock Safety Kameras, die von Hunderten von US-Strafverfolgungsbehörden genutzt werden, sehen sich neuer Kritik an ihrer physischen Platzierung auf öffentlichen Straßen gegenüber.
  • Sicherheitsexperten sagen, dass einige Kamerastangen am Fuß von Hügeln auf schmalen Landstraßen installiert sind, wo sie Fahrer überraschen können.
  • Die Kameras waren bereits wegen KI-gestützter Überwachung von Bürgern und ihrer Nutzung zur Kennzeichnung von undokumentierten Einwanderern umstritten.
  • Es gibt keinen bundesweiten Straßenverkehrssicherheitsstandard speziell für tragbare automatisierte Nummernschildleser, was eine Regelungslücke hinterlässt.

Eine schwarze Metallstange steht am Fuß eines baumgesäumten Hügels an einer schmalen, zweispurigen Straße im Greene County, Ohio. Oben sitzt eine Kamera und ein Solarpanel. Für einen vorbeifahrenden Fahrer kann sie mit wenig Vorwarnung erscheinen.

Diese Stange gehört zu Flock Safety, einem Unternehmen, das automatisierte Nummernschildleser verkauft – Kameras, die jedes vorbeifahrende Fahrzeug fotografieren, die Kennziffern lesen und in Sekundenschnelle gegen Polizeiwatchlisten prüfen. Hunderte von Strafverfolgungsbehörden im ganzen Land zahlen für den Service. Flock Safety sah sich seit Jahren Kritik ausgesetzt, zunächst von The Guardian berichtet, über Datenschutzbedenken und Berichte, dass seine Kameras Agenten halfen, Einwanderer zu identifizieren.

Jetzt gibt es eine zweite Beschwerde. Straßensicherheitsexperten sagen, dass einige dieser Stangen an Stellen platziert sind, die Fahrer möglicherweise nicht erwarten, und dass die Kameras möglicherweise nicht den Standards entsprechen, die normalerweise für Objekte in der Nähe des Verkehrs gelten.

Was ist die eigentliche Sicherheitsbedenken?

Die Sorge bezieht sich auf das, was Ingenieure eine „freie Zone" nennen – den Streifen neben einer Straße, der frei von harten Hindernissen gehalten wird, damit ein Fahrer, der leicht von der Fahrbahn abkommt, Platz hat, um sich zu erholen, ohne etwas Hartes zu treffen. Bundesrichtlinien für Highways empfehlen eine freie Zone von bis zu 30 Metern auf Straßen mit höheren Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Eine Kamerastange, die in dieser Zone gepflanzt ist, kann zur Unfallgefahr werden. Wenn ein Fahrer leicht von der Straße abweicht, ist diese Stange genau das, was er treffen würde.

Sicherheitsexperten sagen, dass das Problem teilweise darin liegt, dass keine spezifische bundesweite Regel festlegt, wo diese Kameras platziert werden müssen oder nicht. Straßenverkehrssicherheitsstandards existieren für Schilder, Versorgungsleitungsmasten und Leitplanken. Automatisierte Nummernschildleser, eine relativ neue Technologie, sind ohne gleichwertige Regeln durchgerutscht.

Wer bezahlt das alles?

Kommunalverwaltungen und Polizeibehörden zahlen Flock Safety für den Zugang zu dem Kameranetzwerk, in der Regel durch jährliche Abonnementverträge. Die Kosten fallen den Steuerzahlern zur Last. In vielen Fällen wurden die Bewohner nicht konsultiert, bevor die Kameras aufgestellt wurden.

Flock Safety argumentiert, dass seine Kameras bei der Lösung von Straftaten und der Rückgewinnung gestohlener Fahrzeuge helfen. Das mag stimmen. Aber die Platzierung der Hardware ist eine separate Frage von der Frage, ob die Technologie funktioniert.

Was sollten Fahrer und lokale Bewohner tun?

Wenn Sie in einer Stadt leben, die Flock Safety Kameras oder andere automatisierte Nummernschildleser nutzt, können Sie Ihren Gemeinderat oder Ihre Polizeibehörde zwei Dinge fragen: Wo genau befinden sich die Kameras, und hat ein Ingenieur diese Platzierungen gegen Straßenverkehrssicherheitsrichtlinien überprüft?

Sie haben Anspruch auf diese Informationen. Die meisten Verträge sind öffentliche Aufzeichnungen.

Behalten Sie eines im Hinterkopf. Geschichten wie diese neigen dazu, die schlechtesten Kamerastandorte hervorzuheben. Viele Stangen werden wahrscheinlich ohne Vorfälle installiert. Die Städte, in denen etwas richtig gemacht wurde, schaffen es nicht in die Nachrichten.

Ehrliche Schlussfolgerung: Bevor Sie annehmen, dass Ihre lokalen Kameras gefährlich sind, stellen Sie einen Antrag auf öffentliche Aufzeichnungen für den Installationsplan. Wenn keine Sicherheitsüberprüfung durchgeführt wurde, ist das die eigentliche Geschichte, die Sie zu Ihrer Gemeinderatssitzung mitnehmen sollten.

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