Selbstfahrendes LKW-Startup PlusAI erreicht neue Sicherheitsmeilensteine vor dem Start 2027
Drei Schlüsselindikatoren für die Betriebsbereitschaft entwickeln sich alle in die richtige Richtung, und das Unternehmen sagt, dass fahrerlose Lastwagen nun ein Ziel für 2027 sind, keine ferne Vision.

Wichtigste Punkte
- PlusAI berichtete seine Betriebsbereitschaftszahlen für das erste Halbjahr 2026 und zeigt Fortschritte bei allen drei öffentlich verfolgten Sicherheitskennzahlen.
- Der Safety-Case-Readiness-Score des Unternehmens stieg zwischen Ende 2025 und Mitte 2026 von 90,1% auf 93,4%.
- PlusAI zielt darauf ab, werksgebaute autonome LKWs 2027 in kommerziellem Maßstab einzusetzen.
- Im ersten Halbjahr 2026 startete PlusAI Frachtversuche mit International und Ryder auf einer texanischen Autobahn und kündigte die ersten autonomen LKWs in Südeuropa an.
- SuperDrive 6.0, die neueste Selbstfahrsoftware des Unternehmens, verfügt nun über Nachtfahrfunktionen und Baustellen-Handling.
Ein Startup aus Santa Clara, Kalifornien, sagt, dass seine selbstfahrenden Lastwagen messbar näher an die Straße kommen, und es hat die Zahlen, um das zu belegen.
PlusAI, gegründet 2016, entwickelt Software namens SuperDrive, die große Lastwagen ohne menschliche Fahrer lenkt. Gestern veröffentlichte das Unternehmen seine Betriebsbereitschaftszahlen für das erste Halbjahr 2026, wie zuerst von The Robot Report berichtet. Die Zahlen sollen Meilenstein für Meilenstein zeigen, wie nah die Technologie an die Einsatzreife für tägliche Frachtfahrten herangerückt ist.
Was bedeuten die Zahlen wirklich?
Drei Scores erzählen die Geschichte. Stellen Sie sich sie als Instrumente auf einem Armaturenbrett vor, von denen jedes ein anderes Aspekt der Betriebsbereitschaft misst.
| Kennzahl | Was sie misst | Ende 2025 | Mitte 2026 |
|---|---|---|---|
| Safety Case Readiness (SCR) | Technische Nachweise, dass das System sicher einsatzbar ist | 90,1% | 93,4% |
| Autonomous Miles Percentage (AMP) | Anteil der Kilometer, die die Software fährt, nicht ein Mensch | 99,2% | 99,8% |
| Remote Assistance-Free Trips (RAFT) | Fahrten, die ohne Eingriff eines Fernoperators abgeschlossen wurden | 79% | 85,2% |
PlusAI sagt, es möchte SCR bei 100% und RAFT über 90% erreichen, bevor Lastwagen kommerziell Fracht liefern. Beide Ziele sind für 2027 gesetzt.
Die AMP-Zahl ist besonders bemerkenswert. Bei 99,8% steuert die Software bei fast jeder einzelnen während der Versuche gefahrenen Meile, was für einen menschlichen Ersatzfahrer kaum etwas zu tun lässt.
Was hat PlusAI tatsächlich auf der Straße getan?
Die Zahlen sind durch reale Aktivitäten gestützt. Im ersten Halbjahr 2026 startete PlusAI einen kommerziellen Flottentest mit dem Lastwagenleistung International und dem Logistikunternehmen Ryder, das Frachten entlang der Interstate 35 in Texas befördert, einem der verkehrsreichsten Frachtkorridore des Landes.
Es kündigte auch die ersten autonomen Lastwagen in Südeuropa an, in Zusammenarbeit mit dem spanischen Logistikunternehmen Sesé und der Regionalregierung von Aragonien in Spanien.
Auf der Softwareseite kam SuperDrive 6.0 mit zwei wichtigen Neuerungen für den vollständigen kommerziellen Einsatz: die Fähigkeit, nachts zu fahren, und die Fähigkeit, Baustellen zu bewältigen, zwei Situationen, die Selbstfahrsysteme über Jahre hinweg herausgefordert haben.
PlusAI vertiefie auch eine Partnerschaft mit dem Chip- und Computingunternehmen NVIDIA und nutzt NVIDIAs Alpamayo-Grundmodell, ein großes KI-System, das trainiert wurde, um komplexe Fahrtentscheidungen zu treffen, zusammen mit NVIDIAs Sicherheitswerkzeugen.
Sollten Lastwagenfahrer und Frachtunternehmen aufmerksam werden?
Ja, obwohl 2027 noch eineinhalb Jahre entfernt ist und diese noch Versuche sind, keine Fahrten auf offener Straße.
Die ehrliche Einschränkung ist, dass sich Zeitpläne für autonomes Fahren bereits in der gesamten Branche verzögert haben. PlusAI macht stetige, dokumentierte Fortschritte, aber die Lücke zwischen 93% Sicherheits-Case-Bereitschaft und 100% kann viel komplexe Technikarbeit verbergen.
Für Frachtunternehmen ist die praktische Frage die Kostenfrage. Autonome Lastwagen versprechen niedrigere Betriebskosten pro Kilometer, sobald keine Fahrer mehr benötigt werden, aber die Aufintegrationkosten sind real und weitgehend nicht veröffentlicht.
Für Lastwagenfahrer ist ein vollständig fahrerlose Flotte im kommerziellen Bereich immer noch eine Geschichte nach 2027. Rollen im Fernmonitoring und Flottenmanagement werden wahrscheinlich wachsen, bevor Fahrrollen schrumpfen.
Fazit: Wenn Sie in der Logistik oder dem Frachtbereich arbeiten, fragen Sie Ihre Lieferanten und Partner jetzt, wie ihre Strategie für autonome Fahrzeuge aussieht. Die Lastwagen sind noch nicht da, aber die Unternehmen, die sie kaufen, treffen jetzt bereits Entscheidungen.



