Perplexity bringt seinen KI-Computeragenten zu Windows
Das Tool kann Dateien öffnen, Tabellen aktualisieren und E-Mails in Ihrem Namen versenden, kostet aber 200 Dollar pro Monat und richtet sich ausschließlich an Geschäftsnutzer.

Wichtigste Punkte
- Perplexity startete seinen Personal Computer KI-Agenten für Windows am 17. Juni 2025, nachdem im April eine Mac-Version veröffentlicht wurde.
- Das Tool kann von einer einzigen Oberfläche aus mit lokalen Dateien, Microsoft Office 365-Apps und dem Web arbeiten.
- Der Zugang beginnt bei 200 Dollar pro Monat und ist auf Max- und Enterprise Max-Abonnenten beschränkt.
- Perplexity gibt an, dass das Tool vor sensitiven Aktionen wie dem Versenden von E-Mails oder dem Löschen von Dateien immer um Erlaubnis fragt.
- Das Unternehmen erklärt, dass es seine KI-Modelle nicht mit durch das Tool eingegebenen Unternehmensdaten trainiert.
Stellen Sie sich vor, Sie stellen einen digitalen Assistenten ein, der in Ihrem Computer sitzt, Ihre Tabellen öffnet, Ihre Dokumente entwirft und das Web durchsucht – alles ohne dass Sie einen Finger rühren müssen. Das ist die Idee hinter Perplexitys Personal Computer, einem KI-Agenten (Software, die mehrstufige Aufgaben eigenständig ausführen kann), den das Unternehmen nun zu Windows gebracht hat.
Was macht dieses Tool tatsächlich?
Personal Computer fungiert als allgemeiner Mitarbeiter in Ihrem Betriebssystem. Sie geben eine Anweisung ein oder sprechen sie, und der Agent führt die Schritte durch: öffnet eine Datei, füllt Daten aus, verfasst eine Nachricht.
Perplexity beschreibt es als gebaut für „die oft chaotische Art, wie Unternehmensarbeit auf lokalen Computern erledigt wird." Das Unternehmen argumentiert, dass viele alltägliche Büroarbeiten in lokalen Ordnern und Desktop-Apps stattfinden – Orten, auf die cloudbasierte KI-Tools nicht einfach zugreifen können. Personal Computer für Windows soll diese Lücke schließen.
Die Mac-Version wurde im April veröffentlicht. Integrationen mit Microsoft 365 (Microsofts Office-Suite, einschließlich Word, Excel und Outlook) und Teams (Microsofts Video-Konferenz- und Chat-Plattform) folgten im Mai, wie zuerst von The Verge AI berichtet. Der Windows-Start, so Perplexity, bringt all das an einem Ort zusammen.
Wer kann es nutzen und was kostet es?
Derzeit ist Personal Computer für Windows nur zahlenden Abonnenten von Perplexitys Max- oder Enterprise Max-Plänen verfügbar. Diese Pläne beginnen bei 200 Dollar pro Monat und platzieren es fest in der Geschäftssoftware-Kategorie statt in der Verbraucherkategorie.
Zum Vergleich: Hier ist der Platz dieses Starts in Perplexitys Rollout-Zeitplan:
| Datum | Was gelauncht wurde |
|---|---|
| April 2025 | Personal Computer für Mac |
| Mai 2025 | Microsoft 365 und Teams-Integrationen |
| Juni 2025 | Personal Computer für Windows |
Sollten sich Nutzer Sorgen um ihre Privatsphäre machen?
Perplexity bietet zwei spezifische Zusicherungen an, wobei beide vom Unternehmen selbst stammen statt von unabhängigen Prüfern. Erstens benachrichtigt das Tool Nutzer immer, bevor es sensitive Aktionen wie das Versenden einer E-Mail oder das Löschen einer Datei ausführt. Zweitens gibt Perplexity an, dass es Unternehmensdaten nicht zum Training seiner KI-Modelle verwendet.
Für alle, deren Arbeitgeber dieses Tool in Betracht zieht, sind diese zwei Fragen wert, bei Ihrer IT-Abteilung nachzufragen: Welche Audit-Spur existiert, und wohin gehen Ihre Daten?
Häufig gestellte Fragen
Können normale Heimanwender Personal Computer für Windows bekommen?
Nicht zum aktuellen Preis. Bei 200 Dollar pro Monat richtet sich das Tool an Geschäftsteams, nicht an einzelne Verbraucher. Perplexity hat keinen günstigeren Consumer-Tarif für diese Funktion angekündigt.
Wird der Agent Dinge tun, ohne mich zuerst zu fragen?
Perplexity sagt nein für sensitive Aktionen. Das Tool ist so gestaltet, dass es innehält und Sie benachrichtigt, bevor E-Mails versendet oder Dateien gelöscht werden. Routine-Aufgaben wie das Lesen einer Tabelle oder das Verfassen von Text können ohne Aufforderung fortfahren.



