AGIBOT präsentiert vier Roboter auf der WAIC 2026, darunter einen Humanoiden für Acht-Stunden-Schichten
Das Unternehmen aus Shanghai erklärt, dass seine neuesten Maschinen bereit für Fabriken, Service-Schalter und Klassenzimmer sind – nicht nur für einzelne Demonstrationen. Hier erfahren Sie, was jeder Roboter leistet und warum dieser Unterschied wichtig ist.

Wichtigste Punkte
- AGIBOT stellte vier neue Roboter auf der World Artificial Intelligence Conference im Juli 2026 in Shanghai vor.
- Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben letzten Monat seinen 15.000sten Roboter hergestellt.
- In der Fabrik von Longcheer Technology in Nanchang, China, haben AGIBOT-Roboter über mehr als 64 Stunden ununterbrochener Arbeit etwa 3.000 Tablet-Geräte pro Schicht inspiziert.
- Der Flaggschiff-Humanoide A3 Ultra ist 1,74 Meter groß und ist für bis zu acht Stunden Betrieb vor dem Aufladen oder Batteriewechsel ausgelegt.
- AGIBOT wurde 2023 gegründet und operiert auch unter dem Namen Zhiyuan New Technology Co.
Ein Roboter, der anmutig vor einer Menschenmenge tanzt, und ein Roboter, der zuverlässig jeden Morgen erscheint, um Tablets in einer Fabrik zu sortieren, sind zwei völlig unterschiedliche Maschinen. AGIBOT, ein in Shanghai ansässiges Robotik-Unternehmen, setzt auf die zweite Art.
Auf der World Artificial Intelligence Conference, bekannt als WAIC, präsentierte das Unternehmen am Dienstag vier Produkte, die für echte, nachhaltige Arbeit statt für elegante Bühnenauftritte konzipiert sind. Während der Veranstaltung liefen auch mehr als 30 AGIBOT-Maschinen an verschiedenen Orten der Konferenz, um Besucher zu führen und Fragen zu beantworten.
„Die Industrie sollte verkörperte KI nicht mehr danach beurteilen, ob ein Roboter eine beeindruckende Demonstration einmal durchführen kann, sondern danach, ob er zuverlässig hergestellt, geliefert und in echte Betriebsumgebungen integriert werden kann", sagte Peng Zhihui, Mitgründer und Chief Technology Officer von AGIBOT.
Was macht jeder neue Roboter tatsächlich?
Der A3 Ultra ist AGIBOTs Haupt-Humanoide, konzipiert für lange Schichten in öffentlichen und kommerziellen Bereichen. Mit 1,74 Metern Höhe und 60 Kilogramm Gewicht trägt er bis zu 5 Kilogramm in jedem Arm und läuft bis zu acht Stunden lang, bevor er aufgeladen oder mit einer neuen Batterie versorgt werden muss. Er nutzt ein System aus Kameras und Sensoren, um sich unabhängig zu bewegen, und seine Verarbeitung läuft auf einem NVIDIA Thor-Chip, einem leistungsstarken Computer, der speziell für KI-intensive Aufgaben entwickelt wurde.
Der G2 Max ist für Fabriken konzipiert. Es ist ein Roboter mit Rädern und kraftgesteuerten Armen, was bedeutet, dass er spüren kann, wie fest er zugreift oder drückt, und sich in Echtzeit anpassen kann – wichtig beim Umgang mit empfindlichen Komponenten am Fließband.
Der OmniHand 3 Ultra-M ist eine künstliche Hand, ungefähr so schwer wie ein großer Apfel mit 630 Gramm, mit 20 unabhängig beweglichen Gelenken. Drucksensoren an den Fingerspitzen erfassen Kontakt wie menschliche Haut. Sie öffnet oder schließt sich in 0,3 Sekunden und kann präzise Bewegungen bis auf 0,2 Millimeter wiederholen.
Der X2 EDU ist ein kleinerer, 1,3 Meter großer Humanoide für Schulen und Forschungslabore. Sein modulares Design ermöglicht es Schülern, ihn auseinanderzunehmen und wieder zusammenzubauen.
AGIBOT berichtete auch von seiner ersten Fabrik-Einsatzerfahrung, die eine konkrete Geschichte erzählt. In der Anlage von Longcheer Technology in Nanchang führen G2-Roboter jetzt Qualitätskontrolle für Tablets durch, sammeln Geräte, positionieren sie genau, interfacen mit Testausrüstung und geben fertige Produkte zurück. Das Unternehmen gibt an, dass die Einrichtung 36 Stunden dauerte, die Ausfallzeit unter vier Prozent bleibt und das System etwa 3.000 Einheiten pro Schicht inspiziert.
Wie der Robot Report zuerst berichtete, stellt das Unternehmen diese Einsätze als den bislang deutlichsten Beweis dar, dass seine Maschinen in bestehende Produktionslinien passen, ohne dass die Fabrik sich um den Roboter herum neu gestalten muss.
Für Patienten in Pflegeeinrichtungen, Pendler in Verkehrsknotenpunkten oder Arbeiter am Fließband ist die praktische Frage, ob diese Maschinen zuverlässig genug sind, um täglich zu funktionieren. AGIBOTs Fabrikzahlen sind eigene Angaben und wurden nicht unabhängig überprüft. Aber wenn die Leistung unter externer Überprüfung hält, beginnt ein Roboter, der eine Acht-Stunden-Inspektionsschicht neben menschlichen Kollegen läuft, weniger wie ein Prototyp und mehr wie ein Werkzeug auszusehen.



